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Am 7. April dann noch schnell zum Halbmarathon nach Berlin gedüst. Eigentlich wollte ich wie im Vorjahr mit dem Zug fahren, aber die Züge für das Wochenendticket fahren seit diesem Jahr über Magdeburg nach Berlin, da wäre ich über 4 Stunden untewegs gewesen. der Inter-Connex wäre zu spät in Berlin gewesen und an der falschen Stelle. Der IC kostete hin und zurüch 56 Euro, also trotz schlechtem Öko-Gewissen das Auto nach Berlin gesteuert und neben der Laufstrecke abgestellt. Dann zur Alexanderstraße geschlendert, problemlos die Startunterlagen abgeholt. |
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Gewarnt vom vorigen Jahr stellte ich mich weiter vorn auf und kam am Start auch gut weg. Von Anfang an schlug ich ein flottes 4er Tempo an und hielt es auch gut durch. Bei nicht zu warmer Witterung und kontrollierten Puls rollte ich im Feld mit. Am Schluß mußte ich mich noch mehrfach überholen lassen, kam aber glücklich bei 1:23:30 ins Ziel. Hochzufrieden konnte ich mir eine eigene Dusche sichern und die größten Bananen raussuchen. Im Festzelt erlebte ich gerade noch die Siegerehrung, die 1 Stunden-Grenze war diesmal nicht gefallen |
Hamburg-Marathon
Nachdem ich am Vortag bei trüben Wetter und ohne die versprochenen Neoprenanzüge ausprobieren zu können,
schon meine Startunterlagen abgeholt hatte, brauchte ich am Sonntag schließlich nur noch zu starten.
Mit mir hatten sich ca. 300 Teilnehmer zur olympischen Distanz versammelt, den Anzuglosen nach
zu urteilen auch einige Neulinge. Im Wasser gab es natürlich Gedränge, ich hängte mich jedoch
schnell an die Fußsohlen eines Vorschwimmers an, der mich ohne Orientierungsschwierigkeiten zur Boje zog.
Natürlich schwamm das Hauptfeld vorne weg, aber eine 10er Zeit zur Wende, das ließ hoffen.
Auch die zweite Hälfte absolvierte ich im Sog, nur gegen Ende bekam ich Koordinationsschwierigkeiten.
Die Hoffnungern erfüllten sich aber, nur 24 min geschwommen, da mußte doch
die Strecke verkürzt worden sein.
Ich machte mir darüber wenig Gedanken, schnappte mein Rad und wollte aufsitzen.
Doch oh weh. Die Kette war rausgesprungen. Während ich sie auf den vorderen Kranz drehte, machte sich
ein
Helfer an der Gangschaltung zu schaffen, auch da war die Kette rausgesprungen. Wahrscheinlich Sabotage
wie bei Jürgen Zäck 2000 in Roth :-). Mit 30 sec Verspätung konnte ich aber aufsitzen und
flugs ging es zur nächsten Gruppe vor. Um einen guten Schnitt zu erreichen und mein Ergebnis vom Vorjahr zu
toppen, mußte ich in einer schnellen Gruppe mitfahren. Eigentlich ist Windschattenfahren verboten,
doch in Leipzig drückt man bei Gruppen ein Auge zu. Ich bekam meine schnellen Radler, die
mich, nicht ganz freiwillig, auf einen 34er Schnitt brachten. Ich wäre gerne mehr an die Spitze
gegangen, war aber bei Pulsanschlag 160 nicht drin. Jetzt noch die Laufstrecke in 2 Runden meistern und ein paar
Plätze gutmachen. Die Hauptkonkurrenten waren mir eh längst enteilt. So sah ich aber noch Lothar Leder und
dahinter Ronny Dietz ins Ziel hetzen, als ich mit dem Laufen begann. 38 Minuten später hatte auch ich es
geschafft und konnnte das Finisher T-Shirt in Empfang nehmen. Als Verpflegung wurden neben Bananen auch Kuchen
und wie immer Schmalz- und Leberwurstbrote gereicht. Die Siegerehrung dann mit Stadtvertreter und Sponor der
Verkehrsbetriebe. Die zahlen einem aber immerhin die DTU Tageslizenz und Bahnfahren ist an dem Tag kostenlos.
Ich war dafür umweltbewußt mit Rennrad und Rucksack angereist und so ging es auch wieder
zurück. Mit Platz 94 war ich unter den ersten Hundert und sogar sehr zufrieden mit der Generalprobe
für Roth.
Nun also im Triathlon-Mekka Roth, von dem man bisher nur staunend gehört hatte, waren doch fast
alle großen Namen hier und der 8 Stunden Rekord von Lothar Leder ist auch hier gefallen.
Eine Qualifikation hierfür gibt es nicht, man muß sich nur früh genug anmelden.
Die Qualifikation für Hawaii ist seit diesem Jahr auch nicht mehr möglich, seitdem der Name
Ironman Europe nach Frankfurt/M. abgewandert ist. Den Volkssportlern war es recht, damit
fehlten auch die Ehrgeizlinge, die auf einen Start auf der Vulkaninsel scharf waren.
Mit kanpp 1000 Startern weniger aber mit Spitzenleuten aus Deutschland, Amerika und Neuseeland
ging es für die ersten schon gegen 7 Uhr auf die Strecke.
Radfahren:
Wechsel wie im Vorjahr nach 8 Stunden, die Spitze war noch nicht im Ziel.
Also die Laufschuhe geschnürt und sehen, welches Tempo sich durchhalten läßt.
Bis zum Halbmarathon ließ sich ein Schnitt knapp oberhalb der 5 Minuten halten, dann wurden
die Pausen an den Verpflegungspunkten doch länger. Die Versorgung war auch wirklich gut und hilfreich.
Auf der Gegengeraden sah ich die weit vor mir liegenden Uwe Dorn und Samir vorbeiziehen, die waren nicht mehr zu holen.
Also mit der Zeit vom Vorjahr im Kopf die Kilometer niedergezählt und versucht die Gehpausen an den Verpflegungpunkten kurz zu halten.
Bei km 38 ging es dann nochmal durch ein
Zuschauerspalier und zur letzten Verpflegung. Die letzten Kilometer wurden dann doch noch zur Schinderei.
Sekündlich den Krampf in der Wade erwartend, schlurfte ich durch das Pflaster von Roth.
Zum Stadioneinlauf bei noch zahlreichen Zuschauern noch mal zusammennehmen und nicht auf der Laufbahn stehenbleiben - es reichte knapp, ein Schlußspurt war nicht mehr drin.
Mit 11:51 also wie geplant 3 Minuten unter der Vorjahreszeit, nun auf zur Vollverpflegung und den
kalten Duschen.
Wegen der entscheidenden vorletzten Nacht reisten wir erst am Samstag an und vergruben uns gleich in
die Marathonmesse am Olympiagelände. Daß wir in München waren,
machte uns der freundliche Parplatzeinweiser klar, dem wir 3 Euro in die Hand drückten
Die Ausgabe der Startunterlagen ging problemlos, die besagte Messe lief eher ohne
Höhepunkte ab. Hatte Frankfurt im letzten Jahr noch den umstrittenen Dieter Baumann
aufgeboten, punktete Berlin mit Sachverständigen, Nationaltrainern und dem Rummel um
Japans Takahashi.
Ich stellte mir vor, daß sich nach
und nach alle 3:30 Läufer einschließlich Tornalf zu uns gesellen würden.
Durchgang erster Kilometer 4:50 und es wurde nicht langsamer. Nach 2 km ließ ich
abreißen und mich zurückfallen. Nachdem ich weitere zwei 3:30 Zugläufer
passieren ließ entdeckete ich Tornalf.
Er war eine Minute nach mir gestartet und hielt sich streng an die 5 Minuten Vorgabe.
Nun liefen wir gemeinsam, es ging durch Schwabing und die Leopoldstraße hinunter in die
Innenstadt.
Am Imex-Kino und Volksbad vorbei bogen wir auf die Rosenheimer Straße ein.
Die Zuschauerresonanz war mäßig bis gut ,die Münchner gehen aber nicht extra
schauen, wenn sich ein paar Laufverrückte durch die Stadt quälen.
Aber ein lustiges Völkchen von Angehörigen oder Anhängern machten doch an den
Ränder Stimmung und feuerten an. Wir liefen eine Ostumgehung und bogen in den Englischen
Garten ein. Vorher hatten wir uns noch eine 2 Minuten Toilettenpause gegönnt, die unseren
Zeitplan etwas ins Schleudern brachte. Noch ließ sich das Tempo halten, auch wenn uns
nun noch weitere zwei 3:30 Läufer mit Anhang überholt hatten.
Tornalf war in automatisierten Schleichschritt verfallen, kämpfte sich aber taüpfer
durch ohne ins
gehen zu verfallen oder gar stehen zu bleiben. Auch auf der Strecke sah man erstaunlich
wenige, die sich wirklich stark quälen mußten, weil sie sich übernommen
hatten oder die Wadenkrämpfe kurz vor dem Ziel einsetzten.
Das Tempo wurde allmählich sanfter, aber egal, eine neue Bestzeit war drin. Dann endlich
tauchten die Umrisse des Olympiageländes auf, nun noch einmal zur Hälfte um
das Stadion herum und dann durch den Tunnel hinein.
Die Signalbeleuchtung und der Nebel im Tunnel gehörten zur Inszenierung des Zieleinlaufs.
Man trat heraus auf die Bahn und hatte es fast geschafft.
Die knappe Runde auf der stabilen Tartanbahn war dann etwas zum geniessen.
Es waren unglaublich viele Leute im Stadion, das Wetter und die Stimmung gut.
Tornalf und ich erreichten gemeinsam das Ziel, mit einer 3:35 er Zeit war die neue Bestzeit geschafft.
Die nächsten Stationen hießen Wasserflasche (mehr war nicht auszumachen),
Kleiderbeutel, Schwimmhalle und Urkundenausdruck.