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aktuell

Fockeberglauf am 28.2.2004, 12 km, Leipzig

Einem Hinweis in der Zeitung folgend, fand ich mich am Samstag morgen bei noch leichtem Frost an der höchsten Leipziger Erhebung ein. Die Veranstaltung war mit etwa 90 Teilnehmern gut besucht und mit 3 Euro auch nicht zu teuer. Dafür wartet man auch ein halbes Jahr auf die Ergebnisliste, die vom letzten Herbst lag aber diesmal zum Mitnehmen aus. Auch ohne den Bergmeister des letzten Jahres kam es zum Aufeinandertreffen der Giganten - und mir. Diesmal sollte mir aber ein guter Mittelplatz genügen, mehr war angesichts der mangelnden Vorbereitung auch nicht drin. Ich ordnete mich nach dem Start an 9. Position ein, merkte aber bald, dass ich das normale Tempo heute nicht durchhalten konnte. So musste ich jede Runde 1 - 2 Läufer vorbeiziehen lassen. Bei jedem neuen Anstieg hatte ich mehr zu schnaufen und die Rundenzeiten zogen sich weiter in die Länge. So konnte ich mich mit Mühe als etwa 15. ins Ziel retten, eine so lange Strecke war ich gar nicht mehr gewohnt .

Halbmarathon Berlin 04.04.2004, Berlin Schloßplatz

Der Halbmarathon in Berlin hat für mich ja schon Tradition und ich hatte mich schon im Dezember angemeldet (natürlich übers Internet bei davengo.de, bekam aber keine Meldebestätigung was mich ein wenig wunderte). Er ist immer ein guter Test über den Trainingszustand und läßt Aufschlüsse über den bevorstehenden Frühjahrsmarathon zu. Diesmal ging es sogar mit Übernachtung und privatem Rahmenprogramm in die die Hauptstadt, am Samstag war jedoch am Schloßplatz in Sachen Anmeldung Fehlanzeige. Außer einer tönernen Terrakottaarmee aus China im Palast der Republik wußte keiner etwas zum am nächsten Tag folgenden Lauf an dieser Stätte und die Krieger schwiegen beharrlich.
Also unverkrampft am nächsten morgen wieder hin und am Truble Desk nachgefragt, ob bezahlte Läufer ohne Meldebestätigung mitlaufen dürfen. Das wurde mir freundlicherweise erlaubt, die Anmeldung fand sich nicht an aber zusätzlich Startnummern waren vorrätig und das Einscannen des Chips kein Problem. (Irgendwann später stellte sich dann heraus, dass ich doch nicht bezahlt hatte, und ich mit der Anmeldung um ein Jahr zurück lag. Ich lief dann auch die gleiche Zeit wie 2003, zahlte aber noch anständig nach).
Man ließ mich sogar noch im ersten Block A starten und ich kam diesmal wirklich prima weg. Es ging wieder hinunter zum Brandenburger Tor und sogleich hindurch. Die Strecke war leicht verändert, man hoffte wieder einmal auf eine Zeit unter einer Stunde (noch schneller noch glatter noch windgeschützter noch zuschauerfreundlicher (vielleicht noch kürzer(?)).
Ich hielt mich gewohnheitsgemäß an die Marschroute der 4 min/ km, merkte aber bei km 10, daß die Bestzeite heute nicht wackeln würden. Ständig an der Grenze laufen, konnte ich den Schnitt gerade so halten. Schon zur Hälfte bot ich deshalb einem Läufer an, mit dem ich eine Weile um die Wette lief, doch meinen Chip mit ins Ziel zu nehmen.
Da er nicht mitmachte, schleppte ich mich auch noch über den zweiten Teil, auf den letzten 5 km dann der erwartete kleine Einbruch. Die Sekunden purzelten nur so, selbst ein Zielspurt war nicht mehr drin, auch wenn das Zielband schon lange zu sehen war und ein außerordentlicher Zuschauerandrang herrschte.

Am Ende wurden es 1:25:11 und die Gewissheit, mit (noch) 39 Jahren nicht schneller laufen zu können. Danach noch reichlich Banane, ein tolles Fitness-Brot mit Früchten und- Überraschung - ein ganzes Duschzelt für mich alleine. Da hatte sich die Schinderei doch noch mal gelohnt.

Vorolympischer Marathon Leipzig 25.04.2004, Leipzig ARENA Jahn-Allee

Nach einer etwas holprigen aber am Ende noch achtbaren Vorbereitung ließ ich den LAuf herankommen. Erst mal mußte ich in der Schlußwoche noch meinen 40. Geburtstag begehen, mit wenig Tamtam und bloß nicht den Ernährungsplan durcheinander bringen. Mein Schwager Michael wollte auch mitlaufen, wir holten am Samstag bei einer improvisierten Marathonmesse, auf der die großen Namen und besonderen Angebote fehlten unsere Startunterlagen ab und teilten die Streckenposten für den nächsten Tag ein. Es solltre ja diesmal auf der vermeintlöichen Olympiastrecke durch die ganze Stadt gehen und so konnte die Familie bei einer Straßenmusikinsel an der Stallbaumstraße unser Erscheinen erwarten. Es wurde mit 1000 Läufern gerechnet, es waren sogar einige Kenianer dabei, bei den Frauen ragte Tegla Louroupe sicherlich heraus. Die hatte in Berlin schon mal eine Weltbestzeit aufgestellt und war auch sonst immer vorne platziert. Da wurde sie gleich mal vom Sprecher als beste Marathonläuferin der Welt angekündigt (wie man sich in Leipzig eben die Welt vorstellt).
Es ging um 9 Uhr los und vom Start wegzukommen war diesmal kein Problem. Es ging die Jahn-Allee in die Stadt auf den Ring so daß genug Platz blieb, sich durch überholen eine gute Position zu verschaffen. Ich verabschiedete mich schon bald von Michael, der seinen ersten Marathon lief und vor allem ankommen wollte. Ich hatte mir eine Zielzeit zwischen den Vorjahrestläufen von 3:08 aund 3:24 vorgenommen, wohl so ungefähr die Mitte könnte es werden. Vom Zentrum ging es hinaus Richtung Völkerschlachtdenkmal und dann am Bruna-Plache-Stadion vorbei. Ich lief etwa das Tempo von Frankfurt letztes jahr also 4:30 min/km im Schnitt. Nach dem südlichen Wendepunkt bei eta 18 Kilonmetern konnte ich mich en eine Gruppe dranhängen, die etwa mein Tempo liefen. Über die südliche B2 und den Schleußiger Weg ging es wieder zur Arena zurück, wo auch etwa die Halbmarathonmarke lag, die ich bei 1:34 durchlief.
Von der Gruppe ließ ich mich dann durch die Waldstraße ziehen und konnte dort den Rest der Familie begrüßen, man rief mir zu auf Platz 83 zu liegen, also ganz gut. Nun waren schon fast 30 km rum und es ging nach Norden mit leichten Anstiegen. Die Sonne war jetzt auch rausgekommen und machte, neben dem Wind den Läufern, wie auch mir, zu schaffen. Es gab aber genügend Verpflegungsstationen, auf denen auch verschiedene Getränke angeboten wurden. Ich griff wie immer meist zu Wasser und kam damit auch gut zurecht. Im Norden ging es auf wenig attraktiver Strecke entlang einer Reihenhaussiedlung durch Wiederitzsch und am St. Georg Hospital zurück in die Stadt. Hier waren schon 35 km herum und mein Schritt schleppte sich schwer.
Die Gruppe war auseinandergefallen auch ich konnte das Anfangstempo nicht mehr halten. Die Kilometerzeiten lagen jetzt irgendwo zwischen 4:40 und 4:50 und jeder Kilometer fiel schwerer. Zu allem Übel wurde ich auch noch überholt. Durch Eutritzsch und Gohlis ging es aber wieder zum Zentral-Stadion heraus, jetzt nochmal um die Arena herumschleppen und endlich in die große Sporthalle einlaufen. Auch hier war der Einlauf mit Ziel und Publikumsgeschrei in der Halle, wie es Frankfurt im letzten Jahr vormachte. Ich kam bei 3:10:09 ein und war froh, es wieder einmal geschafft zu haben. Danach gab es in einer Sportlergasse Getränke und Äpfel und Bananen, so daß man schnell wieder zu Kräften kam.
Ich wartete im Anschluß noch auf Michael, der bei 4:02 ins Ziel kam und noch etwas mit den Widrigkeiten der langen Strecke haderte. Hatte er eigentlich gar keinen Grund, das gehörte eben dazu und nur wenn man die Strapazen durchhält, wird man eben zum Marathonläufer.

Lauf am Störmthaler See, 20. Juni 2004, 10 km, Sportplatz Störmthal

Nachdem ich erst mal ein paar Ranglistenläufe ausgelassen hatte, wollte ich die Sache nun wieder spannend machen. Also überlegte ich mir noch Sonntag früh im Bett, zu diesem Volkssportlauf ins Leipziger Umland hinzugehen. Ganz gegen die Gewohnheit (aber für die Bequemlichkeit und Pünktlichkeit) nahm ich diesmal sogar das Auto. So ging ich erholt an den Start und sah mich etwa 150 motivierten Volksläufern gegenüber, die bestens vorbereitet schienen. Bei mir war die Sache da nicht so sicher, lief ich doch nur noch sporadisch und mehr im mittleren Geschwindigkeitsbereich. Auch trug kaum noch jemand Baumwoll-T-Shirts und weiß abgesetzte pludrige Laufhosen wie ich - was ich mit einiger Überraschung feststellte.
Dafür rannten gleich wieder alle los beim Start als gäbe es Freibier. Ich versuchte so gut es ging dranzubleiben und rangierte mich als etwa 20. ein. Es ging durch das Tagebaugelände Espenhain, der Untergrund war teilweise kiesig mit einigen Schlammpfützen. Denen ausweichend durchstand ich die zwei Runden so gut es ging. In der zweiten Runde und bergauf hatte ich dann doch mehr Probleme als mir lieb war. Hatte ich die erste Runde noch überholen können, war ich in der zweiten Runde selbst dran. Am Ende kam ich mit 42:11 min auf einen noch guten 19. Platz.

Lauf Bismarckturm, 01. August 2004, 15 km, Leipzig Lützschena

Es war wieder ein Ranglistenlauf ausgeschrieben, gerade im Hochsommer und in Lützschena hatte ich bisher noch nicht teilgenommen. In der Zeitung als 10 km Lauf ausgeschrieben, traute ich mir die Strecke auch durchaus zu. Also fuhr ich mit dem Fahrrad an den Start und erhielt für 3 Euro auch eine Startnummer. Inzwischen hatte sich die Kunde der 15 km Strecke für Männer breitgenmacht und erste Zweifel bei mir geweckt. So eine lange Strecke war ich seit einiger Zeit nicht mehr gelaufen schon gar nicht nach Zeit.
Aber die anderen schafften es ja auch, also trotzig an die Startlinie gestellt. Mit etwa 200 Teilnehmern auf unterschiedlichen Strecken ging es fast pünktlich los. Es ging über Feldwege und Sanduntergrund, was dem Lauf Crosscharakter verlieh. Ich überholte anfangs, da sich etwa 50 Läufer gleich vor mich gesetzt hatten.
Am Ende der 1. von 3 Runden hatte ich dann aber schon zu japsen. Es war doch spürbar warm und schwül geworden und ich hatte am Morgen noch nichts getrunken. Also nach der ersten Runde gleich einen Becher Wasser getrunken und auf gutes Durchhalten gehofft. Ich mußte aber feststellen, dass ich in der 2. Runde das Tempo nicht mehr halten konnte und ich wurde reihenweise überholt. Besonders die kurzen Anstiege machten mir zu schaffen. In der 3. Runde riß ich mich nochmal zusammen und konnte den Platz ungefähr halten. Völlig ausgepumpt kam ich nach 1:16 Std ins Ziel, die Platzierung interessierte heute nicht.
Glückwunsch allen, die heute vor mir im Ziel waren.

8. August, Leipzig City-Man, Triathlon 0,5/ 20/5 Leipzig Kulkwitz

Durch die ausbleibenden Lauferfolge etwas verstört, versuchte ich nach 2 Jahren Pause mein Glück mal wieder im Triathlon. Für die Olympische Distanz würden duie Kräfte sicher nicht reichen aber die Volkssportdistanz traute ich mir noch zu. Ich meldete mich sogar noch in der vorgesehen Frist an, bevor die Veranstalter, die auf 2000 Starter hofften die Nachmeldegebühren aussetzten. Der Start war wie immer in Kulkwitz vorgewsehen, per Rad ging es in die Innenstadt und gelaufen wurde innerhalb des Stadtringes. Die Startunterlagen waren an der Universität abzuholen, ab 18 Uhr konnte man dann auch die Turnschuhe in einen eingezäunten Bereich ablegen. Am Sonntag dann nur noch mit Badesachen zum Kulkwitzer See rausgeradelt und am Ufer Aufstellung genommen. Gestartet wurde in Wellen zu etwa 150 Startern und ich kam in die 4. Startgruppe. Wie in jedem Jahr reichten auch hier meine Schwimmkünste nicht aus, mit den guten mitzuhalten. So krallte ich mich an einem Brustschwimmer fest und kraulte dem hinterher, um wenigstens nicht ständig zur Orientierung auftauchen zu müssen.
So kam ich aber schon abgeschlagen aus dem Wasser und mußte erst mal einen großen Bogen zum Rad rennen. Der Wechsel dann etwas verhalten, dafür das Rad dynamisch aus dem Ständer gerissen und über den holprigen Rasen geschoben. Der Versuch, an der Straße sofort aufzusteigen und davon zu radeln schlug aber fehl. Die Kette war wieder einmal abgesprungen. Ich versuchte sie einige male vergeblich aufzulegen, bis ich bemerkte, dass sie sich in der Schaltung verhangen hatte. So machte ich erst mal meine Hände mit Kettenöl geschmeidig und rollte dann hinterher. Doch ich hatte Glück, schon nach wenigen Metern rollte ein Brocken auf dem Rad vorbei, an den ich mich nur dranhängen brauchte. Er fuhr einen 30 er Schnitt und nahm mir viel Wind von der Strecke. Wir fuhren also über Lindenau zum Stadtzenrum, wendeten an der Arena und landeten in der City an. Dort vom Rad gesprungen und die Turnschuhe an. Nun sollten die restlichen 5 km doch kein Problenm mehr sein. Sie wurden aber ganz schön lang, die Sonne war hochgestiegen und ließ die Schritte schwer werden. So machte ich aber doch noch einige Plätze auf die anderen Volkssportler gut. 2 Runden in der Innenstadt laufend ging es dann aber nach 21 Minuten ins Ziel am Augustusplatz. Am Ende hatte ich eine Zeit von 1:16 Std und landete auf einem Mittelplatz. Danach ein rechtes Gedrängel vor dem Gewandhaus, das aber mit Kuchen und gesponsortem alkoholfreien Weißbier zu ertragen war. Durch einen organisatorischen Kniff gab es die Räder erst 1 Stunde nach Zieleinkunft zurück, als die ersten Starter der Kurzdistanz auf die Laufstrecke gingen und die gerade ihre Räder im Radgarten abstellten.

Alles in allem aber ein weitgehend gelungener Versuch, eine Bundesliga Veranstaltung in einer ostdeutschen Metropole anzusiedeln, gestandenen Leipziger Triathleten wünschen sich die Veranstaltung aber wieder an die freizügigen Ufer des Kulkwitzer Sees zurück.

Cospudener See-Lauf, 25. August 2004, 21,3 km, Leipzig Markkleeberg

Nach Ende des Hochsommers also nach Cospuden raus und bei gutem Surf-Wetter für 2 Runden angemeldet. Da war ich wohl in der Minderheit, den meisten reichte eine Runde. Ich wollte aber mal sehen, ob ich schon wieder eine so lange Strecke schaffte, nachdem ich Zweitage-Marathon Eilenburg und Mitteldeutschen Marathon wegen mangelnder Fitness abgesagt hatte. Es waren etwa 200 Läufer am Start, die Veranstaltung hat sich scheinbar etabliert, sogar von Erfurt waren Sportler dabei.
Ich orientierte mich erst mal ins Mittelfeld und ließ die Schnellen laufen. Eigentlich wollte ich die erste Runde im 5 Minuten Schnitt laufen, ließ mich aber zu einem etwas höheren Tempo hinreißen. Nach angezeigten 5 km merkte ich aber meinen Irrtum und bremste ab. Das kostete mich zwar noch ein paar Plätze gegenüber den 10 km Läufern. Die zweite Runde nahmen dann nur noch 25 Läufer in Angriff, ich schleppte mich im 4:30 Tempo vorwärts und hielt meine Platzierung. Am Ende wurde es eine Zeit von 1:33 Std. und immerhin ein 10. Platz, ich war zufrieden.
Ein kurzes Bad im Anschluß im See war noch drin, zum Schwimmen reichte die Kraft aber nicht mehr. Nach dem für mich ungewohnt langen Lauf konnte ich mich nur noch aufs Rad werfen und in der Dämmerung nach Hause rollen. Die Organisation war gut, auch hier kein Nachmeldebeitrag und trotzdem pünktlicher Beginn. Dazu umgehend die Ergebnisse auf der eigenen Internetseite.

Stundenlauf am 02.09.2004, Testfeld der DHfK, Leipzig

Heute galt es also wieder, lange Zeit schon hatte ich die Stundenläufe vermißt. Die Urkunde vom 2. Platz im Vorjahr verlegen grinsend in den Rucksack steckend, nahm ich an der Startlinie Aufstellung. Die großen Namen im Leipziger Laufgeschehen fehlten heute, dafür waren die zwei Sportfreunde aus Erfurt, die schon beim Cospudener See-Lauf für Furore sorgten, mit von der Partie. Ich hatte mir eine Strecke von etwa 14,5 km vorgenommen und startete hochkonzentriert. Wie man die Stadionrunde läuft, habe ich mir in Athen bei den Kenianern, Äthioniern und Marokkanern absehen können. Für das Tempo war der Orientierungsläufer zuständig, der gleich losflitzte. Ich brachte es pro km auf einen Schnitt von etwa 4:06 Minuten und blieb gut in der Spur. Die Erfurter zogen ein ums andere mal an mir vorbei, aber ich war schon froh, mein Tempo zu halten. So kam ich bei km 10 in 40:31 min durch und konnte am Ende sogar den Orientierungsläufer überholen.
Ich trug nach einer Stunde 14,75 km in meine Karte ein und schlich frohgemut von dannen.

Stundenlauf am 07.10.2004, Testfeld der DHfK, Leipzig

Diesmal stand ich schon einige Zeit im Marathontraining und rechnete heimlich mit einer Verbesserung zum letzten mal. Die Zeitung hatte kurz vorher über den Stundenlauf als älteste Deutsche LAufserie berichtet und die Zukunft betont offen gelassen.
Nun fand er zum 167. Male statt und der Sprecher orientierte darauf, bis zum 175. durchzuhalten.
Diesmal waren etwas weniger Läufer als sonst auf der Runde, so an die 70. Ich legte gleich kraftvoll los und fand gleich meinen Rhythmus. Da die 15 km fallen sollten, blieb ich im km Schnitt knapp unter 4 min. So überholte ich zügig und kam bei km 10 mit 39:07 durch.
Am Ende wurden es 15,33 km und ich war sehr zufrieden, daß ich das Tempo bis zuletzt halten konnte. Diesaml gab es als Draufgabe sogar noch ein T-Shirt aus der Zeit der Olympiabewerbung, die nun weniger gefragt sind.

Kernberglauf am 16.10.2004, 27 km, Jena Ernst- Abbe- Sportfeld

Nach guten Erinnerungen an das letzte Jahr fand ich mich wieder in Jena zum Kernberglauf ein. Der Wetterbericht verhieß angenehmes Herbstwetter. Diesmal wollte ich die längere Strecke laufen, um vor dem Marathon auf Kilometet zu kommen und eigentlich auch die Strecke besser genießen zu können. Daraus wurde jedoch nichts. Das Läuferfeld zog gleich geschlossen los und ich mußte mit. Also erst mal mittleres Tempo, um nicht schon vor dem Berg abgehängt zu werden. Dann trennten sich 15 und 27 km und der Anstieg begann. Jetzt war das Tempo egal, rennsteiggleich ging es Kilomer für Kilometer nach oben. Ich versuchte in Trippelschritten zu laufen, kam aber kaum voran. Nach 7 km war man dann aber oben. Nun mehr ebene Abschnitte dabei, einige freie Stücke, die einen Blick auf die Stadt ließen. Bei dem recht hohen Tempo und den schmalen Wegen aber wieder keine Gelegenheit für längere Ausblicke. Also weiter gehetzt nun erst mal wieder runter und anschließend bei km 14 etwa wieder rauf. Die letzten 10 km hängte ich mich dann an einen Läufer dran, der bergrunter besonnen lief und am Ende noch Reserven hatte. Kurz vor Schluß passierten wir noch die beste Frau, die stark lief, bergab aber nicht so viel Tempo machte. Stadioneinlauf und Chipkarte abgeben, der Begleiter hatte am Schluß noch einiger Sekunden gutgemacht. Ich war mit 2:02:33 Std ganz zufrieden, fast ein 4:30er Schnitt - eigentlich eine gute Marathon-Vorbereitung.
Hinterher warme Dusche und weniger warme Kartoffelsuppe mit Bockwurst - eine gelungene Veranstaltung.

Dresden Marathon am 24.10.2004, Kongresszentrum an der Messe, Dresden

Ich war durfte dabei sein, bei der " größten Laufveranstaltung in den neuen Ländern", nämlich dem Dresden-Marathon. Wegen kurzer Anreise und bekannter Laufstrecke sollte es wieder die Landeshauptstadt sein, hatte ich doch dort auch für den Leipzig Marathon im Frühjahr trainiert.
Dresden hatte ien richtiges Event aus dem Boden gestampft, Start war ja diesmal am neuen Kongresszentrum in der Nähe der Semperoper. Dort war auch praktischerweise die Abholung der Startunterlagen und in der Tiefgarage Umkleide und Beutelabgabe. Ich war wie immer spät dran, kriegte aber mit der Gelassenheit als Spätstarter von Rotterdam alles gut hin. 5000 Starter hatten sich eingefunden, und davon immerhin 1500 für den Marathon. Vor dem Start um 10 Uhr wurden noch die Favoriten durch den Sprecher vorgestellt. Durch Blockeinteilung kam ich auch gut los und fand bald mein Tempo. Eigentlich wollte ich an meine Jahresbestzeit von 3:10 von Leipzig rankommen, merkte aber schon bei km 10, daß daraus wohl heute nichts werden würde. Die Sonne stand hoch und die für Oktober ungewöhnlich Hitze machte mir zu schaffen. Gelaufen wurden wie immer zwei Runden entlang der Elbe zum Großen Garten und zurück zur Semperoper. In der ersten Runde waren die Halbmarathonis noch dabei, auf dem zweiten Teil wurde es dann leerer. Trotz regelmäßigen Trinkens konnte ich mein mir vorgenommenes Tempo nur bis km 28 halten, dann kam ein kleiner Einbruch. Ich wurde merklich langsamer und mußte einige Läufer vorbeiziehen lassen. Trotz Tee und Iso-Drinks kriegte ich keine zweite Luft mehr. Ab km 30 trabte ich nur mehr Richtung Ziel. Es ging nochmal an der Elbe entlang und dann endlich über die Augustusbrücke. Nun kam der letzte Kilometer und endlich das Zieltor am Kongresszentrum. Dort standen Vietnamesen in bunter Tracht, die die Medaillen überreichten. Danach gab es Säfte und Wasser, Äpfel und Brot. Dresden hatte sich gut präsentiert. Beste Organisation und Musikgruppen und Cheerleader an der glatten flachen Stecke.
Trotz guter Vorbereitung mußte ich mir wohl eingestehen, dass auch für mich nicht die Bäume in den Himmel wachsen. Wollte ich eigentlich unter 3:08 Std laufen und es waren gerade noch 3:16:21 rausgekommen. Na, dafür wenigstens keine lange Fahrt und keine Kälteläufe durch dunkle Straßen in der Vorbereitung.
Nach kurzem Ausruhen ging es gleich zu den komfortablen Duschen am Stadion und mit dem Busschuttle zurück zum Parkplatz.
Nun ist Ursachenforschung angesagt. Lag es wirklich nur am warmen Wetter oder fehlten doch ein paar lange Läufe in der Vorbereitung. Ich hatte 4 Stück in den letzten Wochen über 32 km, z. T. mit Endbeschleunigung.

Auewaldlauf 14.10.2004, Leipzig Neue Linie, 20 km

Nun also mit dem nachlassenden Schwung raus zum Wildpark und dort bei ca. 5 Grad an die Startlinie gestellt. Es waren knapp 200 Teilnehmer da, auch einige neue Gesichter. Nach dem Start preschten gleich 30 Läufer vornweg und ich hatte Mühe zu folgen. Dann fand ich aber bald meinen Rhythmus und konnte mich einer kleinen Gruppe anschließen. Trotz teilweise matschigen Wegen hielten wir auf der ersten Runde das 4 Minuten Tempo. So gingen wir bei Halbzeit mit 39:42 durch. Auf der zweiten Runde zerfiel dann die Gruppe. Das Marathontraining zeigte noch Wirkung und ich kam mit dem Tempo durch. Kurz vor dem Ziel wurde ich noch von einem Motor Nord Läufer überholt, der sich Kräfte für den Endspurt gespart hatte. Es war aber genau jener, mit dem ich auch schon beim Dresden Marathon ein Stück zusammen gelaufen war, heute blieben uns die Einbrüche erspart.
Mit 1:19:22 wurde ich am Ende 10. und kann zufrieden die Saison abhaken.

Silvesterlauf 31.12.2004, 13 Uhr, Leipzig August-Bebel-Kampfbahn, Auensee, 10 km

Nun doch noch mal den faulen Körper nach dem Weihnachtlichen Gänsebraten etwas bewegt und frische Luft um die Nase wehen lassen. Die richtige Kälte hat sich diesen Winter noch nicht angesagt und so ging es mit dem Fahrrad bei 5 Grad Celsius hinazus zum Auensee. Dort wartete schoneine lanmge Anmeldeschlange, der Lauf war mehrfach in der Zeitung angekündigt. Eine Startverzögerung von einigen Minuten nahm man in Kauf. Aber dann ein Schuß und wie von der Sicherheitsnadel gestochen setzte sich das Feld in Bewegung. Es waren etwa 150 Läufer am Start, die alle wenigstens unter die besten Drei kommen wollten. Ich war der 151. und wäre schhon mit einem Platz unter den ersten 20 zufrieden. Dafür mußte ich mich aber noch etwas vorarbeiten. Die Strecke war bekannt und ich nutze die Gefällestrecken, Brücken und Kurven, um ein paar Plätze gut zu machen. Gegen Mitte des Rennens setzte Regen ein, der den Boden noch rutschiger und meine Schuhe noch schneller machte. Ich hängte mich an bekannt starke Läufer an und rettete mich vor dem Fall der 40 Minuten Grenze ins Ziel. Die Uhren blieben bei 39:55 stehen und verabschiedete mich versöhnt vom alten Jahr.