Eigentlich liefen Fastenzeit und Frühjahrstraining gar nicht so schlecht, dass ich mich frohgemut zu dem Frühjahrsklassiker anmeldeldete,
bei dem ich in den Vorjahren die Form testen und mir Schwung für die Frühjahrläufe holen konnte. Man klapperte sich zwar früh wenn man in Wurzen aus dem Bus stieg einen ab,
aber die Strecke war flach und die niedrigen Temperaturen kamen mir entgegen.
Diesmal war es aber anders, kurz vorher hatte sich die Sahara Strömung eingestellt, die uns gelben Staub und Temperaturen von über 20 °C einbrachten.
Ich bekam in der Anmeldung wieder ein Handtuch mit Aufdruck und auch Ernuss-Flips waren in der Abholtüte vorhanden. Es war schon früh recht warm, man konnte kurz laufen.
Wie immer mit dem Bus von Grimma nach Wurzen gefahren und kurz eingelaufen.
Dann wieder ein paar Worte der Stadtoberen zum Lauf auf dem Wurzener Marktplatz, bei denen auch Uwe Rosenberg als Veranstalter gedankt wurde, der den Lauf seit Jahren organisiert hat
und nun das Zepter abgab.
Es ging dann schließlich los und ich sortierte mich unauffällig in der Mitte ein.
Den 1. Kilometer kam ich bei mittlerem Tempo bei 4:37 min durch, Mist da fehlten wohl 100 m.
Danach verfiel ich in ein 5:30 Tempo und nahm wegen der Wärme schon bald auch Erfrischungsgetränke auf der Strecke.
Schon bei km 5 schwante mir, dass sich bei der Wärme heute Schwierigkeiten einstellen könnten. Ich drosselte etwas und war nun mit 5:50 min unterwegs, eigentlich
mein 10 km Trainingstempo.
Ich mußte so auch andere Läufer passieren lassen, wo ich doch eigentlich sonst schon überholte. Bei 10 km kam ich in 55:28 min durch, das lag noch im Bereich des Erwartbaren,
eine Zeit von unter 1:50 Std, wie im Vorjehr kam wohl nicht infrage. Nach den 10 km kam ich aber nicht wieder in Schwung, ich konnte zwar eine Weile noch das 6 min Tempo halten,
brach dann aber bei km 15 regelrecht ein. Die 6:30 übersprang ich, schlurfte gleich mit 6:40 min über die Strecke. Jeden Kilometer verlor ich noch ein paar Sekunden, ich
war kurz vor dem Gehen.
Zum km 20 kam ich mit 6:52, da verläuft die Grenze zum Gehen fließend. Ich war wegen der Hitze und der längeren Strecke einfach abgekämpft und konnte nicht schneller.
Ich verlor natürlich weiter an Plätzen und hatte mich längst von der Mitte des Feldes verabschiedet. Der Schlussspurt fiel dann auf der Brücke auch noch aus und ich kam in
2:08:34 Std ins Ziel. Schneller ging es heute nicht (D 6:06 min/km). Warum ich so langsam war, konnte ich auch nicht erklären, die hohen Temperaturen von 23 Grad und Sonnenschein,
waren wohl mit ausschlaggebend.
Mißmutig nahm ich meine Medaille in Empfang, dazu Banane, Apfelstücke und den Tee, ließ mir den Kleiderbeutel geben und trollte mich zur Stadiondusche.
Danach wieder etwas gestärkt zum Auto und enttäuscht die Rückfahrt angetreten.
Ich wurde ca 343. von 431 (Männer) und in der AK 28. von 39.
14.4.24 10:00 Werdau 21,1 km 17 °C
Hier wollte ich mir neuen Schwung holen nach dem Absturz beim Muldentallauf, die Sahara Hitze war auch erst mal entschwunden und letztes Jahr lief es hier ja ganz gut.
Diemal wurde kein Marathon gestartet so dass die Läufer der halben Strecke allein losgeschickt wurden, es kamen so ein Feld von ca 120 Läufern zusammen.
Es war mit 17 ° eigentlich recht angenehm, es war aber heiter, die Wege verliefen im Wald, aber eigentlich häufig im Schatten. Leider nicht für mich nicht häufig
genug und bergig war es auch noch.
Ich ging erst mal die erstn 5 km im 5:30 er Tempo an, passte mich aber später auch durch leichte Anstiege mehr dem 6 min Tempo an.
Damit lag ich natürlich auch hier im hinteren Feld und konnte so kaum Boden gutmachen.
Eigentlich wurde ich nur überholt und wurde im Verlauf auch eher langsamer. Auf den zweiten 10 km reichte es nur noch zu 6:10 und etwa 2 km vor dem Ziel vor einer
Gartenanlage war auch noch eine Anhöhe in einem Park zu bezwingen, was mich zum kurzen Gehen zwang.
Gerade da konnte ich aber eine Läuferin überholen, was mir auf dem sich ziehenden Weg durch die Gartensparte nochmal Energie gab.
Zum Schluss kam ich schließlich bei 2:04:43 Std ein, was wohl das neue Normal für mich darstellte.
Ich fühlte mich hier schon wie mit 60, dabei wurde ich es erst eine Woche später.
Also übellaunig im Keller geduscht und wieder ins Auto gestiegen. Aber auch darin hatte ich keine Freude, es zeigte einen Fehler auf dem Display an und ich
konnte das Radio nicht einschalten.
Dann also als Verlierer erschöpft im ruhigen Auto dahingerollt.
Ich wurde 62. von 82 und in der AK 3. von 5.
01.5.24 11:45 Oderan Oederaner Lauftag 20 °
An dieser Stelle ging es mal wieder über 10 km, der Strecke fühlte ich mich eher gewachsen.
Also blieb ich erst mal im Hinterfeld, wußte ich doch, dass es nach 1 km Einlaufen ein langer Weg nach oben führte.
So richtig auf Tempo kam ich zwar so nicht, dafür überholten mich nicht so viele am Berg. Es waren etwa 70 Läufer und ich klemmte mich so an 50. Stelle.
Vielleicht ging oben auf der Straße zur Wendestelle noch etwas. Als ich schließlich nach ca 12 min oben war, musste ich aber erst mal ein wenig verschnaufen.
Ich versuchte mir einen Läufer als Windschutz zu suchen, das klappte aber nur so mäßig, die die infrage kamen, liefen mir alle zu schnell.
Dann also so im 5:30 er Tempo oben die Straße bis zur Wendestelle gelaufen und auch wieder zurück.
Danach ging es in den Wald hinein und herunter, ich war aber auf der Hut, die Kräfte nicht zu verschwenden, beim Umrunden des Waldteiches, ging der Weg nochmal
ganz schön bergauf.
Ich schaffte es gerade so ohne zu gehen, war aber auch schon ganz schön geschafft.
Es reichte, um im flüssigen Tempo den Weg herunter zu laufen und durch den Park an einem anderen Teich vorbei ins Ziel zu laufen.
Es gelang mir in 57:39 min. Ich wurde ca 52. von 70, es gab wieder keine veröffentlichten Ergebnisse, schade. Bei genauerem Hinsehen 8 min langsamer als letztes Jahr.
Die Strecke würde ich auf 9 km schätzen, also ein Schnitt von 6:29 min, das müsste auch besser gehen, aber heute war nicht mehr drin.
25.5.24 9:00 Neuhaus Rennsteiglauf 42,2 km, 18 °
Die Feiertage fielen dieses Jahr günstig, dass mit hier mit 60 Jahren noch mal eine Teilnahme ermöglicht wurde.
Ich reiste diesmal mit Schlafsack und Isomatte schon am Freitag an. Die Abholung der Startunterlagen verlief gut, es gab diesmal den
Transponder an der Startnummer, so dass man keinen Chip brauchte. Dazu noch einen Becher Born Senf, wenn das nichts war.
Für Übernachtungsgäste war die Sporthalle in der Nähe freigeräumt, man bezahlt 10 Euro, hat in der Halle freie Platzwahl (die Sportmatten
waren schon belegt) und in der 1. Etage ein WC fast für sich allein. Also breitete ich die Isomatte und den Schlafsack aus und trollte mich
zur Guths Muts Halle.
Dort war es schon recht voll gegen 19 Uhr, aber Klöße mit Rotkohl ud Roulade waren noch vorrätig und dazu hatte ich ja Marken.
Ich stellte mich also gleich in die Schlange und erhielt darauf bald das gewünschte. An den Tischen fand sich auch noch ein Platz, an dem ich mein
Abendbrot verzehren konnte. Im Anschlusss noch ein Schwarzbier geholt und eine Zeitlang der Party-Band gelauscht, die Stimmungshits und Tulpen aus
Amsterdam (mit Sängerin) spielten. Ich hatte einen Parkplatz nichtweit von der Halle auf einer Wiese bekommen, deshalb verzog ich mich nochmal ins Auto, hörte Radio
und beobachtete die Umgebung. Manche kamen im Kleinbus oder Wohnmobil und übernachteten gleich darin.
Am Ende suchte ich mein Schlaflager in der Turnhalle auf und ruhte mich aus.
Am nächsten früh ging ich erst mal zur Halle, dort gab es Frühstück aus belegten Brötsch, kostete aber so um die 5 Euro,
ich hatte selbt noch Brötchen und Banane mit und aß mich fit.
Danach Sachen zusammenräumen und im PKW verstauen, den Sachenbeutel und die Gutscheine für Suppe und Läuferbier mitnehmen und hin zum Start.
Vorher noch den Beutel bei den LKW nach Nummern sortiert abgeben.
Auf dem Startfeld waren wieder ca 3000 Läufer und Läuferinnen versammelt die zu Schneewalzer und Rennsteiglied schunkelten.
Es gab auch wieder eine kurze Ansprache vom Bürgemeister und Veranstalter und der mdr Hubschrauber kreiste, die Blaskapelle spielte und es ging los.
Ich brauchte ca 40 sek bis zur Startlinie und hatte mich eher weiter hinten postiert.
Irgendwie war ich mir meiner Sache diesmal nicht so sicher, auch ein Ausscheiden zog ich in Betracht.
Na erst mal sehen, wie ich loskam, bis zur Hälfte würde es schon gehen, Aussteigen konnte man an der Ausspanne nach 33 km mit Teinahmebescheinigung und
Zieltransfer. Den Hang zum höchstgelegenen Kreisverkehr in Neuhaus kam ich im hinteren Feld noch ganz gut hoch, ich hielt mich aber eher
zurück und ließ die anderen gerne vor. Ich lag etwa so bei 80 % des Feldes und schlug auf der geraden Strecke ein Tempo von ca 6 min /km.
Es war eigentlich gutes Frühlingswetter, aber alles was über 15° Grad lag, war mir schon wieder zu viel.
Irgendwie ging es heute schwerer als in den letzten Jahren, vielleicht lag es es am runden Geburtstag.
Ich lauschte auch auf das Gespräch 2 älterer Strategen, der eine sagte, ihr seid wohl jetzt auch in dem Alter, wo ihr die lange Strecke (74 km) nicht
mehr schafft, der andere pflichtete ihm bei. Mir reichte (schon seit ca 20 Jahren) die Mittelstrecke.
Es kam wie es kommen musste, mir gingen schon zur Hälfte die Kräfte aus, bis zur Schlucht bei km 18 lief es noch ganz gut, ich konnte auch
in der Reihe einigermassen flüssig herunter laufen, aber danach wurde ich langsamer. Auf gerader Strecke konnte ich noch zwischen 6:30 Und 7 min ins Laufen verfallen,
bei Anstiegen ging aber nichts mehr und ich musste sie bald gehen, was ca 8 - 9 min/ km dauerte.
Ich wurde auch massenhaft überholt und konnte im Feld nicht mehr mithalten. So hatte ich es mir eigentlich nicht vorgestellt. Wo war meine Routine und Kondition.
Kein Verlass darauf.
Eigentlich war ich gut darin, immer so schnell zu laufen, dass ich es bis ins Ziel schaffte.
Hier ging es aber nur ums überleben. Zum Glück wurde das Ziel nicht zu einer bestimmten Zeit abgebaut und die Busse fuhren auch noch lange.
Das war aber für mich kein Trost, die Berge machten mich einfach fertig, auch das Gehen wurde immer langsamer und ich hatte Mühe auf geraden Strecken
auch wirklich wieder zu traben.
Nach der Schwarzbier-Ausschankstelle bei Frauenwald fing ich mich wieder etwas und kam ins langsame Laufen, so 7 - 8 min/km.
So ging es dem Ziel entgegen.
Für den Schlusshang hatte ich mir noch etwas Kraft aufgehoben und schaffte ihn ohne zu gehen. Oben dann die Zuschauerrunde absolviert und ziemlich geschafft ins Ziel.
Heute reichte es nur zu 5:36:35, fast 50 min schlechter als im Vorjahr, das war doch ziemlich enttäuschend.
Es gab aber wieder für jeden eine Medaille und ausreichend Limonade oder Apfelschorle im Ziel. Ich war ziemlich erschöpft.
Aber Duschen wollte ich doch, das schaffte ich noch ohne Hilfe.
Danach ging es zur Rostbratwurst (diesmal wieder mit freiem Senf) und dem Köstritzer Läuferbier.
Irgendwie war mir heute nicht nach Siegesfeier auf der Läuferwiese und ich trollte mich mit der Wurst zu den Bussen.
Dort stand man an der Haltestelle eine ganze Zeit nutzlos herum, es kam kein Bus.
Nach etwa 20 min reichte es mir und ich ging noch 200 m den Hang hinauf, vielleicht war da noch ein Einstieg.
Und tatsächlich stand dort ein Bus und hielt die Türen auf.
Ich musste sogar noch die letzten Meter laufen, kam rein, wenn auch kein Sitzplatz mehr frei war.
Der Bus fuhr in Schmiedefeld an der unteren Haltestelle einfach durch, er war ja schon voll, die Leute die dort noch standen, mußten auf den nächsten Bus warten.
Ich hielt mich eben an einer Stange fest und konnte mich nach einer halben Stunde, als die ersten ausstiegen, auf einen Kasten setzen, das war schon bequemer.
Ich fand in Neuhaus mein Auto schnell auf dem Wiesen Parkplatz und steuerte es abgeschlafft, aber gestärkt Richtung Heimat.
Vorerst hatte ich genug von den langen Läufen.
27.10.2024 9:50 Uhr Glauchau Sachsenlandhalle (Meeraner Str.) 14 ° Herbstlauf 10 km
Nach dem Einbruch im vorigen Jahr an gleicher Stelle über die Halbmarathon Distanz, ließ ich es dieses Jahr in der AK 60 ruhiger angehen
und schrieb mich (zum gleichen Preis 25 €) nur für die 10 km ein.
Längere Läufe hatte ich auch seit dem Frühjahr nicht gemacht und im Urlaub unter Siziliens Sonne ging es nur bis 6,3 km die Strandstraße entlang.
Ich parkte in näherer Umgebung der Sachsenlandhalle, Startnummer (die zugeschickt wurde) hatte ich dabei, so brauchte ich gar nicht zur Sachenabgabe.
Es war zwar noch etwas frisch, es war jedoch ein heiterer Tag.
Andreas Claus der Leipziger Triathlet war wieder als Sprecher engagiert und er stelle mit Tom Förster auch die Favoriten vor (er gewann auch klar
in 30:30 min).
Es waren recht viele Starter im 10 km Lauf (ca 750), das war ich vom Halbmarathon gar nicht gewohnt .
Nachdem noch der Einlauf der Jugendläufe abgewartet wurde, ging es mit kleiner Verzögerung los. Ich brauchte ca 20 sek bis zur Startlinie konnte von dort aber
recht zügig loslaufen. Erst mal nicht so schnell, war ich doch bei den letzte Läufen auf dem 2. Teil häufig eingebrochen.
Der erste Kilomete war aber mit 5 min doch recht flott und ich bremste erst mal und pegelte mich dann so auf 5:15 Tempo ein. Es ging wieder
an der Mulde entlang, dann etwas durch die Landschaft, weiter durch ein Wäldchen unsd schließlich zu dem Schwanenteich, der umlaufen wurde und
hinter dem dann die Wendestelle war. Als mir die ersten Läufer hinter dem Teich schon entgegenkamen, hatte ich noch mehr als 8 min bis zur Wendestellle zu laufen.
Das Läuferfeld war lang auseinandergezogen, man hatte immer Vorder- und Hinterleute. Am Teich war wieder eine Musikanlage mit AC/DC Hits aufgestellt.
Es gab auch Verpflegungsstellen, die ich aber nicht nutzte.
Ich kam bis zum 7. km gut durch und hätte im Bereich einer mittleren 52 er Zeit gelegen, mußte dann aber Tempo abbauen.
Km 8 und 9 ging bei schwindenden Kräften gemächlicher in 5:35, den letzten Kilometer konnte ich mich wieder aufraffen und schaffte mit einem
angedeuteten Zielsprint eine Bruttozeit von 53:20, Netto genau 53 min, das war ganz gut. Ich stellte mich im Ziel noch bei Bananen, Tee und
Apfel an und erhielt auch ein Multifunktionstuch und eine Medaille. Im Männerfeld ca 200. von 450, AK ca 10. von 33.