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18.5.2025 11:30 Viertelmarathon Chemnitz (10,55 km) Chemnitz Neumarkt 15°

Einer der Höhepunkte im Jahr der Kulturhauptstadt von Chemnitz. Es wurde wieder in der Stadt ein Marathon und Läufe über Halbmarathon und 10,55 km durchgeführt. Das gab es ca 8 Jahre nicht mehr und der letzte Marathon in Chemnitz war damals im Juli bei 34°. Diesmal schienen die Bedingungen besser und ich meldete mich bei Gebühren von 30 Euro schon im Vorjahr an. Leider war aus meiner Sicht nicht an Marathon zu denken und auch ein Halbmarathon stand nicht zur Debatte. Aber für 10 km müsste es reichen. Leiser ließ mich die 1000 km Challange des letzten Jahres recht tief in ein Loch fallen und ich brauchte etwa 3 Monate, um mich davon zu erholen. Ich hatte immer wieder Probleme mit der linken Wade und konnte im Vorfeld die 10 km nicht schmerzfrei laufen. So wußte ich eine Woche vor dem Start noch nicht, ob ich die Strecke überhaupt laufend schaffte. Ich legte mir aber einen Plan zurecht, dass ich verletzungsfrei durchkommen müßte. Die Startnummernausgabe in der Stadthalle ging zügig und ich war schnell umgezogen und konnte die Sachen bei kühler Witterung draußen abgeben. Die Marathonläufer waren schon auf der Strecke und durchliefen gerade die Innenstadt. Das Zentrum war voller Menschen, schließlich kamen Läufer und Angehörige aus dem ganzen Land, war doch auch die Sparkassenmeisterschaft angesetzt. Schließlich erreichte ich die Startzone am Neumarkt. Als Prominente waren der deutsche Meister im Marathon und Olympia 15. von Paris Samuel Fitwi und Olympiasieger Waldemar Cierpinski eingeladen. Fitwi war im Interview kurz vor Start zu hören. Er lief eine Strecke zum Training mit und bereitete sich sonst auf die Weltmeisterschaften im September vor. Ich stellte mich eher in die hinteren Startreihen, Halbmarathon und 10,5 km starteten zeitgleich auf 2 Spuren. Es war ein ganz schönes Gedränge, etwa 2400 Läufer allein auf der 10 km Strecke und ich brauchte ab Start etwa eine Minute bis zur Startlinie. Dann wurde es auch noch nicht richtig schnell, es ging durch die Innenstadt und ich versuchte am Rand etwas in Schwung zu kommen und ein paar Plätze gutzumachen, was mittelmäßig gelang. Es ging dann Richtung Schlossteich, der halb umrundet wurde und danach nicht wie gedacht den Hechlerberg sondern die Schlossgasse zum Küchwald hoch. Ich war so auf 6 min / km eingestellt, bis zum Anstieg der Schlossgasse klappte das auch. Dort wurde ich aber langsamer und verfiel ins Traben, ähnlich beim Rennsteig bei den Anstiegen. Es waren viele Zuschauer an der Schlossgasse, dei die Läufer anfeuerten und so kam man gut hoch, danach noch ein Stück zu Park und hinein über die Gleise der Parkeisenbahn. Nun noch an der großen Wiese vorbei Richtung Eisstadion und man hatte die Anhöhen geschafft. Von hier aus ging es nur noch herunter. Ich kannte die Strecke zum Teil von meinen Trainingsrunden vom Küchwald. Ich lief so bei 4/5-tel vom Feld und hielt mein Tempo, immer auf die Wade achtend, die mir in der letzetn Zeit solche Probleme gemacht hatte. Es ging aus dem Küchwald heraus zur langen farbigen Esse von Eins Energie. Dort war auch ein Verpflegungsstand mit Musik aufgebaut, es war so um die 5 km Marke. Danach gab es noch eine Foto Punkt von Larasch und es ging auf dem Chemnitztal- Radweg zurück in die Stadt. Man kam zur vor Schluss noch am Theaterplatz an der Oper vorbei, wo sogar ein Streichquartett spielte. Ich war ungefähr bei meinem Tempo geblieben, konnte jetzt aber mehr überholen. Weiter ging es durch die Straße der Nationen und am Karl Marx Kopf vorbei. Dann war es nicht mehr weit zum Ziel, aber man mußte nochmal am roten Turm um die Passagen laufen und kam dann vom Düsseldorfer Platz zum Ziel am Rathaus. Ich raffte mich noch zu einem kleinen Schlusspurt auf und kam in 63:03 min ins Ziel, was auf genau 6 min/km hinauslief. So wurde ich 747. von 2361 Gesamt, 536. von 1440 Männern, 43. von 97 in der AK 60, immerhin erste Hälfte. Aber es waren viele viele Gelegenheitsläufer dabei. Bei der durchwachsenen Vorbereitung war aber nicht mehr zu erwarten, ich war schon froh, dass ich das mittelere Tempo ohne Probleme durchlaufen konnte.

14.6.25 17:10 Chemnitz Adelsberg Adelsberglauf 5 km, 28 °
Die Laufgemeinschaft Adelsberg hatte wieder einmal bei hochsommerlichem Wetter in den Nachmittagsstunden zum Berglauf geladen, und ich dachte mir, wenn ich schon komme, dann nur für die halbe Strecke. Irgendwie ließen Alter, Form, Hitze und Berglänge keinen längeren Lauf zu. So also noch eine Kutsche durchgelassen und mit ca 87 kleinen und großen Läufern zum Jedermann Lauf an die Startlinie gestellt. Nach dem Start nicht zu schnell losgeschossen, sondern die Adelsberger Straße bewußt im verhaltetenen Tempo erklommen. Den 5 km Lauf war ich ja noch nie gelaufen, aber ich versprach mir davon weniger Berg und weniger Anstrengung. An der Straße saßen Leute bei Kaffee oder kalten Getränken und es gab auch einen Gartenschlauch zum Absprühen der Läufer. Ich hielt mich etwa in der Mitte des Feldes, auch als es nach ca 1 km links abging und sich der Weg eine Anhöhe hinzog. Es war zwar anstrengend, aber nicht mit der Steilheit des 10 km Berglaufes vergleichbar. Nach der Häfte der Strecke war dann auch der höchste Punkt erreicht und es ging wieder sanft bergab. Das gefiel mit natürlich besser und ich konnte das Tempo auf ca 5:30 min/km steigern. Viel mit überholen tat sich nicht mehr und ich kam bei 25:00 min glatt untern im Ziel auf dem Sportplatz an. So wurde ich 36. von 56 (Männer)Gesamt und 2. (und letzter) in der Altersklasse. Aber es liefen ja hier nur Leute mit, die sich die 10 km und den hohen Berg nicht zutrauten. Nachsatz: Die Strecke muss kürzer gewesen sein, ich schätze so 4,2 km, mit Tempo etwa 6 min/km, hochgerechnet 29 min (bei 5 km).

07.9.25 17:10 Stauseelauf Oberrabenstein bei Chemnitz 10,3 km, 22 °
Der große Schwung war in diesem Sommer nicht gekommen, aber ich wollte doch mal einen echten 10 km Lauf probieren und der Rabensteiner war wenigstens nicht so bergig. Also meldete ich mich für die 10 km an und war rechtzeitig zur Stelle um auch noch die Kinder und Jugendläufen starten zu sehen. Ich war mir meiner Sache nicht so sicher und trotz der wenigen Anstiege Respekt vor der Strecke. Bergläufe kannte ich nur aus lang zurückliegenden Erinnerungen. Ich startete hier aus dem (flachen) Training, also ohne besondere Vorbereitung. Ich stellte mich gleich eher ins Hinterfeld, das Wetter war heiter, was auf einen erfrischenden Badeabschluß hindeute. Es ging wieder zum Wild Freigehege und die Wege stiegen nach etwa 1 km leicht an. Ich verlangsamte und fiel im Feld weiter zurück. Auf den Geraden konnte ich wenige Plätze gutmachen, die ich an den Anstiegen wieder verlor. Nach der ersten Runde kam ich bei 29:29 durch, was auf eine Zeit unter 1 Std. hindeute, die ich unbedingt erreichen wollte. In der zweiten Runde konnte ich ungefähr das Tempo bei 5:35 halten und kam am Schluß nach dem Anstieg vom See zum Ufer empor bei 58:55 ins Ziel. Da die Strecke etwas über 10 km lang ist, war ich einigermaßen zufrieden und machte mich über Limonade und Apfelstücke her. Nach kurzer Erholung holte ich die Badesachen aus dem Auto und schlug mein Lager auf dem Rasen am Stausee auf. Beim Wassergang schwamm ich bis zu einem Ponton mit einem 3 m Turm. Neugierig kletterte ich hinauf, traute mich aber dann nicht aus der schwindelerregenden Höhe herunterzuspringen. Ich kletterte wieder hinunter und probierte eine Hechtsprung vom Ponton Rand. Das gelang so einigermaßen und ich schwamm noch zehn min herum, bevor ich zum Ufer zurückkehrte. Der Parkplatz kostet ca 4 Euro, die man in einen Automat werfen mußte, bevor man an der Schranke wieder herausfahren konnte. Ich wurde 57. Gesamt bei ca 80 Startern und 6. in der Wertung M 60 von vielleicht 10 Startern. Hochgerechnet etwa 57:15 min auf 10 km.

26.10.25 9:50 Uhr 7° Glauchau Sachsenlandhalle, Herbstlauf 10 km


Nach einer durchwachsenen Saison, bei der ich erst im 2. Teil in Schwung kam, wollte ich im nahen Glauchau die Form testen. Im Vorjahr hatte ich hier zumimdest 53 min erreicht und ein Schaltuch gewonnen. Das könnte ich zwar nicht wiederholen, aber die stabilen Trainingsläufe ließen zumindest eine Zeit um 55 min möglich erscheinen. Der kühle Herbsttag kam mir entgegen, man konnte gerade noch in kurzer Hose und langem Jersey starten. Andereas Claus aus Leipzig machte wieder den Ansager und ließ die Kinderläufe im Vorfeld starten. Ich verzog mich lieber in das Innere der Halle, holte die Startunterlagen ab und legte die langen Sachen in der Festhalle ab. Dann noch die Tasche abgegeben und kurz vor Start zur Aufstelllinie gegangen.

Es war ein ungemütlicher Wind zu spüren und ich reihte mich gleich nach 2/3 in das Feld ein. Es ging mit kleiner Verspätung los und ich versuchte im Strom mitzuschwimmen und gleich am Rand ein paar Plätze gutzumachen. Dabei schlug ich ein 5:35 er Tempo an und es gelang so einigermaßen. Später wurden die Wege breiter und die Masse der ca 400 Läufer verteilte sich. Es ging wieder an der Mulde entlang, ich blieb etwa bei meinem Tempo, mehr ging nicht und ich brauchte ja noch meine Reserven. Es ging dann wieder kurz durch einen Stadtpark und zu einem Ententeich zur Wendemarke. Livemusiker sah ich diesmal nicht, aber am am Teich wurde wieder laute Rockmusik (aus dem Lautsprecher) gespielt und das Feld angefeuert.

Ich merkte schon vor der Hälfte, dass es diesmal zur Bestzeit nicht reichen würde, es war kalt und durch den Wind richtig ungemütlich. Man hatte den Eindruck, ständig im Gegenwind zu laufen. Ich bemühte mich, hinter Windschatten werfende Personen zu kommen, aber entweder waren sie zu dünn oder zu schnell oder beides. So klettere mein Splitt auf dem 8. km , als es eigentlich schon wieder zurück ging, auf 5:46 und ich musste mich nochmal zusammenreißen. Dann endlich die Brücke, die unterquert werden musste und an anderer Seite wieder hoch, aber von dort nicht mehr weit bis zum Ziel. Der letzte Kilometer dann wieder in 5:24 und mit 55:51 ins Ziel geworfen. Immerhin 2 gleiche Hälften mit 27:49 und 28:02, das entsprach etwa meinen Möglichkeiten. Ich wurde 16. von 28 in der AK und 385 von ca 553 Männern.


Danach ungeduldiges Anstehen an einem Zelt, um sich ein die Zielmedaille umgehängt zu bekommen und ein Stück Apfel und ein Becher Tee zu nehmen und sobald es ging, in die warme Halle verzogen. Dort an eine lange Schlange angestellt um die Sachen wiederzukriegen. Dort ging aber gar nichts voran.



Schließlich merkte ich, dass ich an der Schlange der Gravur in die Medaillen stand und wechselte schnell zur Sachenrückgabe. Ich wollte nur schnell nach Hause. Auf der Rücktour tankte ich noch in Glauchau und fuhr dann so schnell ich konnte zurück, es war schließlich kalt. Leider übersah ich dabei einen Blitzer in Chemnitz am Rand vom Südring auf der Gefällestrecke zur Sagorski Straße. Ich ließ das Auto eigentlich nur rollen. Zu schnell auf der 50 km Strecke, 9 km/h zu viel, eine Spende von 50 Euro wurde fällig.

Fazit des Jahres: Nach den anfänglichen Schwierigkeiten mit der Wade, die mir die ganze Frühjahrsvorbereitung kostete, doch noch einigermaßen in Schwung gekommen. Die meisten Volksläufe bis auf 4 musste ich aber auslassen. Im Schnitt aber 2-3 min auf 10 km schlechter als letztes Jahr. Dazu keinen Halbmarathon und auch mehr als 100 Trainingskilometer (837) weniger als 2024 (1000). Aber der stabile Jahresausklang läßt auf mehr hoffen.